Das ist alles Kunst

Haiytis „Montenegro Zero“ ist ein gutes Album für Menschen, die gerne von einem 56k-Modem geweckt werden, um den Kater im Bahnhofskiosk wegzurauchen. Muss man feiern, aber nicht mögen.

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Die Zombiemacher

Von Christian Lindner bis NRW-Ministern: Ständig liest man von dieser Funke Mediengruppe. Wer sind die eigentlich, und was machen sie in meiner Zeitung? Eine Geschichte über Printjournalismus, Lokalredaktionen und kopflose Fischköpfe.

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Hosen runter

Punkplatten zu rezensieren ist, als würde man eine Gourmet-Kritik über eine Schale Currywurst-Pommes schreiben. Je mehr man nachdenkt, desto schlechter wird das Erlebnis. Ganz ähnlich ist das bei Punkrock. Ein Punkalbum ist „geil“ oder „scheiße“, vielleicht auch „ganz geil“ oder „relativ scheiße“, und mehr braucht es nicht zu sein. Bei den Shitlers reicht schon ein Plattencover, um zu erkennen, dass es sich vermutlich um die Königsdisziplin „scheiße, aber geil“ handelt.

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Wenn Marxisten joggen

Der Landschaftspark im Duisburger Norden ist das schöne Ergebnis des schmerzhaften Niedergangs der Stahlindustrie im Ruhrgebiet. Peter Römmele kämpft gegen diese Schließungen. Er gehört zur MLPD – einer Partei, die außerhalb der Stahlbranche höchstens wegen ihres markigen Namens bekannt ist: die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands. In ihrem Programm fordert sie den „Sturz der kapitalistischen Herrschaft“ und den „Sieg der sozialistischen Weltrevolution“ unter der Diktatur des Proletariats.

Bei der letzten Bundestagswahl erreichte die MLPD 0,1 Prozent. In der Stahlbranche allerdings genießen die Marxisten einen Rückhalt, der weit über dem Bundesdurchschnitt liegt.

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Ohhh, Kurt Corbyn!

Fangesänge sind eine zweifelhafte Musikgattung. Häufig wildern sie bei alten Gassenhauern und betexten sie neu, mit allem, was in der Welt des Fans wichtig ist: Fußball, Frauen, Alkohol. Ein Thema, das in Fangesängen praktisch nie eine Rolle spielt, ist Politik. Es wäre eine echte Überraschung, sollte sich nachträglich herausstellen, dass So gehen die Gauchos auf die desolaten Arbeitsbedingungen argentinischer Farmer aufmerksam machen sollte.

Umso verwunderlicher daher, dass der Fangesang, der vergangenes Wochenende quer über das Glastonbury-Festival in England gegrölt wurde, keinem Musiker oder Fußballgott galt, sondern Jeremy Corbyn. Jeremy Corbyn ist der Rockstar von Glastonbury. Wieso eigentlich?

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